Fake Check: So erkennst du eine echte Hermès Tasche

Hermès Taschen sind der heilige Gral für alle Taschenliebhaberinnen – hochwertig verarbeitet und mit Preisen bis zu ca. 200.000 Euro kann die Sache aber ganz schön teuer werden – wenn man es geschafft hat, sich in der Warteliste nach oben zu kämpfen. Gerade wegen der langen Wartezeiten bei Neukäufen, sind Hermès Taschen so beliebt in der Community für Second Hand Designertaschen geworden – hat man erst mal eine ordentliche Summe gespart, heißt es nur noch das richtige Modell, die richtige Farbe und das richtige Material zu finden und volià – man ist der stolze Besitzer einer Kelly oder Birkin Bag und muss höchstens die Versandzeit abwarten.

Doch die Beliebtheit der französischen Modemarke hat auch seine Schattenseiten – die Nachfrage ist extrem hoch, also werden viele Taschen imitiert. Dabei handelt es sich nicht nur um schlechte Nachahmungen, die man schon von 300 Meter Entfernung erkennen kann – hochwertige Plagiate erhält man ebenfalls für ein paar tausend Euro. Zum Glück gibt es mittlerweile viele Onlineshops, die einen Echtheitscheck und eine Garantie anbieten – doch es lohnt sich immer zu wissen, was genau eine original Hermès von einer Nachmache ausmacht. 
Hier die wichtigsten Punkte:

Material und Farbe

Hermès bezieht seine Lederwaren von überall aus der Welt – darunter Singapur, Australien und Afrika. Das benutzte Leder ist dabei oft sehr exotisch und muss manchmal sogar über Jahrzehnte trocknen, bis es überhaupt erstmal verarbeitet werden kann (das ist bei Krokodilleder zum Beispiel der Fall). So ist das erste Anzeichen, dass deine Hermès ein Original ist, dass sich das Leder auch entsprechend hochwertig anfühlt.
So sind auch die Farben, die von Hermès verwendet werden, einzigartig. Die Tasche sollte nie aussehen wie angemalt – oft lässt sich das schon beim ersten Blick feststellen.

Form und Größe

Wenn die Tasche steht, sollte sie ihre Form behalten – sie sollte nicht verkrummt oder verbeult aussehen. Auch die Henkel sollten aufrecht stehen – solange die Tasche richtig gelagert worden ist.
Die Längen der Seiten sind fest vorgeschrieben:

Die Birkin Bag gibt es in folgenden Größen:
B25 (25cm x 20cm x 13cm)
B30 (30cm x 22cm x 16cm)
B35 (35cm x25cm x 18cm)
B40 (40cm x 30cm x 21cm)

Die Kelly ist in diesen Größen erhältlich:
K15 (15cm x 11cm x 5cm)
K20 (20cm x 16cm x 10cm)
K25 (25cm x 19cm x 9cm)
K28 (28cm x 22cm x 10cm)
K32 (32cm x 23cm x 10.5cm)
K35 (35cm x 24cm x 12cm)
K40 (40cm x 28cm x 16cm)
K50 (50cm x 34cm x 25cm)

Allein zu wissen, dass eine Birkin oder Kelly nicht in 55cm produziert wird, kann einen davon abhalten, einen Fehlkauf zu tätigen.

Brand Stamp

Auf den Hermès Taschen sind immer zwei Brand-Stempel – einmal das Hermès Logo vorne („Hermès Paris Made in France“) auf der Außenseite der Tasche und ein Stempel auf der Rückseite der Klappe – dort sollte stehen in welchem Jahr die Taschen angefertigt wurde und welches Material benutzt wurde. 
Die Stempel sollten immer eingeprägt und nicht aufgedruckt oder eingepresst sein. Dadurch verraten sich imitierte Taschen sehr oft.
Auch wo die Stempel sind, spielt eine große Rolle – eine echtes Hermès Logo befindet sich direkt unter der Naht, während Imitate oft weit darüber liegen. Ein weiterer Aspekt ist die Schriftart, die beim Logo verwendet wurde – hier ist es besoders schwierig, denn Hermès hat seine Schriftarten über die Jahre verändert, also keine Bange, wenn der Aufdruck auf der Vintage Birkin aus den 70ern etwas anders ausschaut, als auf einem Modell aus den 90ern. Hauptsache die Schrift sieht nicht zu groß, blockig oder unausgeglichen aus. Der zweite Stempel auf der Rückseite der Klappe verrät besonders viel über die Authentizität des Produkts – dort findest du einen Buchstaben von A bis Z und einen Kreis, ein Quadrat oder keine zusätzliche Form. Ein Buchstabe ohne Form heißt, dass die Tasche zwischen 1945 (A) und 1970 (Z) gemacht wurde. Ein Buchstabe in einem Kreis bedeutet, dass die Tasche zwischen 1971 (A) und 1996 (Z) hergestellt wurde und ein Buchstabe in einem Quadrat steht für eine Herstellung zwischen den Jahren 1997 (A) und dem aktuellen Jahr – 2016 (T). 
Zudem findest du eine ID und – wenn vorhanden – einen Hinweis auf exotisches Leder (z.B. “-„ für Echse).

Die Hardware

Der Reißverschluss, das Schloss, die Schelle und die Hardware-Platte auf der Tasche weisen ebenfalls auf die Echtheit hin – das Material, was verwendet wurde, ist meisten Palladium oder eine Goldauflage. Die Hardware sollte nie verwaschen sein oder abblättern. Auf den Reißverschlüssen steht vor allem auf neueren Modellen „HERMES“, mache haben nur ein „H“. Der Reißverschluss selber sollte höchste Qualität aufweisen. Das Schloss ist von vorne sauber und hat auf der Unterseite HERMÈS“ eingraviert. Die Nummer auf dem Schloss sollte die selbe sein wie auf den dazugehörigen Schlüsseln – auch da gibt es viele verschiedene Nummern, die meisten sind jedoch 102, 121 und 212. Die Schelle sollte immer aus einem Lederteil gemacht worden sein und nicht aus zwei aneinandergenähten Teilen. Auf der Hardware-Platte sollte die Schrift „Hermès-Paris“ immer ausgeglichen, gerade und sauber eingraviert sein – auch da kann die Schriftart, je nach dem, wann die Tasche hergestellt worden ist, ein wenig abweichen.

Staubbeutel

Eine original Hermès Kelly oder Birkin kommt immer mit einem Staubbeutel. Auf diesem ist das Hermès Logo in einem oder zwei Kreisen – auch hier abhängig vom Produktionsjahr – abgebildet. Die Farbe des Beutels verrät auch viel – Vintage ist der Beutel braun in Velours, neuere Modelle sind in einem orangenen Baumwoll-Flanell und Taschen nach 2007 kommen mit einem Staubbeutel aus hellbraunen Leinen mit Fischgrätenstich.

Etikett und Authentizitäts-Papiere

Echte Hermès Kelly oder Birkin Bags haben nie ein Etikett oder eine Authentizitäts-Karte – solltest du eine zu deinem Modell erhalten, spricht das nicht für die Echtheit der Tasche. 
Auch sollte die Tasche nie in Plastikfolie erhalten – Hermès Taschen werden nie in Plastik gepackt, da das das Leder beschädigt.

Der Preis

Bei gebrauchten Designersachen gilt generell – ist es fast zu gut, um wahr zu sein, sollte man vorsichtig sein. Es gehen sehr viele gutgemachte Hermès Fakes herum, die sogar für tausende von Euros verkauft werden. Da nach einer Schätzung 90% aller Hermès Taschen, die online verkauft werden, Imitate sind, solltest du nur bei vertrauenswürdigen Shops mit Echtheitsgarantie einkaufen.

Du brauchst Tipps zum Kauf deines Lieblingsstückes? Dann haben wir hier den perfekten Artikel für dich: Insider Tipps zum Kauf deiner Designertasche

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