Diese Fashion Pieces steigen im Wert (und du kannst sie Second Hand sogar teuer weiterverkaufen)

Schon Shopping Queen Carrie Bradshaw aus Sex And The City sagte einmal „Ich mag mein Geld genau da, wo ich es sehen kann … hängend in meinem Kleiderschrank.“ Auch wenn es für viele noch sehr unkonventionell klingt: Sich Kleidungsstücke als Wertanlage anzuschaffen ist insbesondere in Zeiten von Nullzinsen auf Sparbüchern und Börsen, die die Anleger ohnehin zur Verzweiflung treiben gar nicht so unüblich. Es gibt Marken, die schon seit Jahrzehnten Klassiker sind und wohl niemals an ihrem Prestigewert verlieren werden.

Gründe für die Wertsteigerung

Im Grunde ist es bei Kleidung wie mit allen Sammlerstücken: Was rar ist, ist umso begehrter. Insbesondere um Stücke, die nur in limitierter Auflage erhältlich oder handgefertigt sind reißt man sich. Viele sind hierfür bereit einen deutlichen Aufpreis zu zahlen. Bei Handtaschen sind es also ganz bestimmte Modelle, die im Zeitverlauf an Wert gewinnen. Wie bei Autos oder gutem Wein eben auch. Ein gutes Beispiel ist die berühmte Hermès Birkin Bag. Sie zu bekommen erfordert viel Geduld. Einfach in eine Hermès-Boutique spazieren und den Geldbeutel zücken? Funktioniert nicht. Die Warteliste ist lange. Sehr lange. Die Tasche ist nicht nur so gut wie immer und überall ausverkauft, es gibt für sie sogar eine Warteliste. Und eine Warteliste für die Warteliste. Eine der Gründe dafür ist die Herstellungszeit. 20 Stunden braucht es um eine einzige Birkin Bag per Hand im Pariser Atelier herzustellen.

Andere Handtaschenmodelle von Hermès hingegen sind in jeder Boutique erhältlich – es ist einfach sie zu bekommen, dadurch sinkt ihr Prestigewert. Die Hermès Birkin hingegen in der Hand zu halten signalisiert: Ich bin eine Dame von Rang und Status. Handtaschen wie die Hermès Birkin Bag sind Kultobjekte und ein Zeichen von Exklusivität. Oder etwas trockener formuliert: Die Nachfrage ist um einiges höher als das Angebot, was die Preise in die Höhe treibt.

Diese Handtaschen sind in den letzten Jahrzehnten im Wert gestiegen

Hermès Birkin Bag

Jeder kennt sie, jeder will sie: Die Birkin Bag von Hermès ist die Königin unter den Handtaschen und einfach das Statussymbol superreicher Frauen. Sie ist nach der Schauspielerin Jane Birkin benannt und es gibt sie seit 1984 auf dem Markt.

Was sie so erstrebenswert macht: die hohe Qualität, die geringen Stückzahlen und natürlich der hohe Preis. Sie wird aus Kalbs-, Eidechsen- oder auch Straußenleder hergestellt. Unter 8000 Euro Euro für das einfachste Modell geht hier so gut wie nichts. 2011 wurde ein Exemplar aus rotem Krokodilleder mit Verschlüssen aus Weißgold in einem Auktionshaus in Dallas für 203.150 Dollar verkauft und ist somit die teuerste Tasche, die je versteigert wurde. Genau solche feinen Details sind es, die bei Sammlern besonders beliebt sind.

Laut dem Portal “Baghunter” nahm der Wert der Birkin Bag in den letzten 35 Jahren niemals real ab, die Rendite schwankte immer zwischen 2,1 und 25 Prozent. Der Wert der Handtasche ist laut Studien zufolge in den vergangenen 35 Jahren insgesamt um 500 Prozent gestiegen.

Hermès Kelly Bag

Auch der zweite Handtaschenklassiker kommt aus dem Hause Hermès. Die Kelly Bag gibt es sogar noch viel länger: seit 1935 ist sie auf dem Markt. Sie wurde nach Grace Kelly benannt, die die Tasche vergötterte. Die Kelly Bag wird in Handarbeit gefertigt. Auch hier sitzt ein Arbeiter 18 bis 24 Stunden an der Herstellung eines Modells. Die Preisspanne für eine neue Kelly Bag ist sehr hoch. Das einfachste Modell ist für rund 4500 Euro zu haben – die Grenzen nach oben sind offen. Bei Auktionen wird die Kelly Bag so gut wie nie unter ihrem Einkaufspreis angeboten. Die Wertsteigerungen der Tasche liegen aber deutlich unter denen der ikonischen Birkin Bag.

Hermès Schals

Hermès-Schals aus den 60er- und 70er Jahren sind äußerst beliebt: Damals wurden die Tücher für 200 bis 300 Mark verkauft, heute bezahlt man zwischen 200 und 600 Euro – je nachdem, wie gut das Stück erhalten ist und ob es aus einer limitierten Edition stammt.

Besonders begehrte Sammlerstücke sind oft auch diejenigen, die in Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern entwickelt wurden. Dazu gehören zum Beispiel die Seidentücher, die von dem afrikanischen Künstler Kwumi Sefedin 1997 in limitierter Auflage für Hermès produziert wurden. Damals kostete eines dieser Tücher 200 Mark, heute ist es je nach Anbieter für 200 bis 290 Euro zu haben.

Chanel Flap Bag

Wer kennt und liebt sie nicht? Die Stepptasche von Chanel ist ein Klassiker und bis heute reißen sich Frauen aller Altersklassen um ein Modell. Die Chanel Flap Bag 2.55 gibt es bereits seit 1955. An der Herstellung sind pro Tasche zwischen sechs und 15 Mitarbeiter, die intensiv geschult wurden, beteiligt. Eine neue Flap Bag bekommst du ab 3000 Euro aufwärts. Bei Auktionen sind aber bereits Stücke verkauft worden, die locker den dreifachen Preis einbrachten. Im Auktionärsjargon kann die Tasche also auch als Investment Bag bezeichnet werden. Es lohnt sich also auf dem Dachboden der Oma zu stöbern!

Louis Vuitton Speedy

Natürlich reiht sich auch Louis Vuitton in die Reihe der wertvollen Klassiker ein. Die Speedy Bag gehört zu den beliebtesten Stücken des Hauses und ist ihr Geld auch nach Jahren noch wert. Besonders begehrt sind die Modelle aus einer der vielen Spezialeditionen des Hauses, wie etwa die Graffiti-Kollektion, die Stephen Sprouse für Louis Vuitton entworfen hat. In diesen Sondereditionen bekam die Speedy einen neuen Anstrich mit wilder Neon-Schrift über dem klassischen Monogramm oder buntem Kirschdesign. Die limitierten Kollektionen versprechen auch gebraucht hohe Preise. Eine neue Speedy ist im Vergleich zu den anderen Taschenklassikern geradezu preiswert, kostet „nur“ rund 760 Euro. Viele Frauen sind allerdings scharf auf die Patina, die sich bei Ledertaschen mit der Zeit bildet, was die Speedy Bag Second Hand sogar noch begehrter macht.

Newcomer: Céline Luggage Tote

An einer Marke im Luxustaschensegment kommt im Moment keiner vorbei: Céline. Die Luggage Tote hat dabei in schnellster Zeit Kultstatus erreicht und hat das Zeug dazu zu einer der neuen Handtaschenklassiker zu werden. Sie ist seit 2010 erhältlich und geht seitdem wortwörtlich weg wie warme Semmeln. Das kleinste Modell der Luggage ist ab circa 2100 Euro aufwärts zu haben. Doch auch die Céline Trapeze und die Boston Harlekin könnten zu den neuen Klassikern unter den Handtaschen werden.

Mit einem dieser Handtaschenklassikern kannst du mit etwas Glück und Verkaufsgeschick also gute Gewinne erzielen. Wichtig ist, dass deine Handtasche in gutem Zustand ist – also immer sorgfältig pflegen und geschützt lagern! Ansonsten gilt: Sei geduldig und lasse deine aktuelle It-Bag ein paar Jahre im Schrank – wer weiß ob sie in der Zwischenzeit nicht zu einem gefragten Sammlerstück geworden ist. Davon abgesehen musst du beim Verkauf zumindest keine großen Wertverluste befürchten.

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