Jean Paul Gaultier: Résumé "From the Sidewalk to the Catwalk"

Um die Münchner Kunsthalle mitten in der Innenstadt tummeln sich seit Mitte September Modeinteressierte aus aller Welt. Grund: Die Wanderausstellung “Jean Paul Gaultier – From the Sidewalk to the Catwalk” macht von September bis Februar Halt in München.

Jean Paul Gaultier, oder auch der Enfant terrible der Modebranche ist bereits seit Ende der 70er Jahre ein fester Bestandteil der französischen Mode. Sieben Jahre lang ist er unter anderem Chefdesigner bei Hermès und ist für die Ready-to-Wear für Frauen zuständig. Daneben arbeitet er am Erfolg seines eigenen Labels und kreiert seinen ganz persönlichen, eingängigen Look. Dazu zählen vor allem der Ringelpullover im Matrosenstil, der Rock für den Mann und sexy Korsetts mit Spitzbusen – man erinnere sich an Madonnas „Blonde Ambition“-Tour 1990.

Vintage Stücke zum Greifen nah

Wer “From the Sidewalk to the Catwalk” besucht, verlässt für mehrere Stunden die Stadt München und findet sich in der schillernden, kreativen, erotischen Welt von Gaultier wieder. Jeder Raum ist ein Erlebnis für sich. Empfangen werden Gäste vom Designer persönlich – zumindest fühlt es sich so an, wenn eine lebendig wirkende Schaufensterpuppe einem zublinzelt und mit französichem Deutsch über die Ausstellung berichtet. Gaultier sieht seine Entwürfe nicht gerne an der Stange, die Museen erwecken ein Kleidungsstück erst zum Leben. Mithilfe von Projektoren werden die Gesichter der Puppen zum Leben erweckt, sie sprechen, rollen mit den Augen oder lachen lauthals los, sobald der Besucher vor ihnen steht.

Wer hautnah bei einer Modenschau dabei sein möchte, kann in der Ausstellung in der Front Row Platz nehmen und rotierende Puppen betrachten. Angrenzend sitzen dann die großen Chefredakteurinnen mit ihren eindeutigen Markenzeichen. Anna Wintour, Chefredakteurin der US-Vogue mit ihrem ikonischen Bob und Sonnenbrille. Daneben ihre Modechefin Grace Coddington mit roter Löwenmähne. Auch die Chefredakteurin der deutschen Vogue, Christiane Arp, ist vertreten. Eine Idee, die eindeutig mit einem Augenzwinkern daherkommt. Neben unzähligen Gaultier-Entwürfen wird die Ausstellung von Fotografien großer Künstler wie Peter Lindbergh unterstützt.

Typisch Gaultier: Teddy “Nana” und die Musen

Gaultiers erstes Model und Muse, der zerschrabbelte Teddybär “Nana” bekommt seinen ersten BH von Gaultier. Jahre später ist dieser Entwurf eines der Markenzeichen für den Designer. Klassische Magermodels finden sich bei Gaultiers Modenschauen nicht. Wer Gaultier trägt, muss ein Charaktermensch sein. Deshalb laufen “schräge Vögel” wie Beth Dito oder Conchita Wurst für den Designer. Von ihnen lässt er sich inspirieren und wühlt in regelmäßigen Abständen die Modewelt auf.

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