Klein, kleiner, Mikro-Sonnenbrillen!

Dass sich neue Mode gerne an den Trends der vergangenen Jahrzehnte orientiert, ist kein Geheimnis. Ob ein 70er oder 80er Jahre Revival , die Aufruhr der frühen 2000er oder – wie in diesem Fall – die ewige Liebe zu der Mode in den 90ern. Mikro-Sonnenbrillen, die diesen Sommer getragen werden, erinnern stark an die unbekümmerten Looks von Kurt Cobain und seine ovale, weiße Brille oder an die cleanen, futuristischen Gläsern der „Matrix“-Filme. Doch Micro Sunglasses sind kein schlichtes, weißes T-Shirt und erweisen sich als etwas heimtückischer was die richtige Wahl und das Styling angeht – so eignen sie sich oft weniger für Modeanfänger und selbst Fashion-Kenner tun es sich mit dem Miko-Trend schwer. Doch auch wenn der Sommer sich bereits dem Ende zuneigt, ist es noch nicht zu spät auf den Trendwagen mit aufzuspringen und die Mikro-Sonnenbrillen mit in den Herbst zu nehmen – geschweige denn, man macht es richtig.

Was genau macht eine Mikro-Sonnenbrille aus?

Die Mikro-Sonnenbrille ist im Prinzip einer herkömmlichen Sonnenbrille sehr ähnlich – als hätte man die letztere einfach zu heiß gewaschen und sie wäre eingelaufen. Sie ist winzig-klein und hat erfüllt eigentlich kaum einen Zweck – sie verdeckt kaum die Augenpartie und bietet somit so gut wie keinen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Dennoch ist die Anfrage hoch und der Trend heißbegehrt – hierbei liegt der Fokus allerdings sehr stark auf der Ästhetik und nicht der Funktion.

Welche Formen der Mikro-Sonnenbrille sind angesagt?

Die letzten Jahre war das Motto für Sonnenbrillen „anything goes“ – Celebrities, Blogger und Modefans probierten sich durch alle Formen und Größen aus – ob XXL-Diva-Sonnenbrillen, Ray Ban Aviators oder kreisrunde Hippie-Brillen – es gab kein richtig und kein falsch und obwohl jede Form passabel war, gab es definitv kein IT-Piece. So bring die „kleine Schwester“ des Sommeraccessoires ein wenig Abwechslung in die Modewelt. Doch auch hier ist die Auswahl vielfältig und bunt – wir haben die beliebtesten Formen zusammengefasst:

Matrix

Diese Form wurde vor allem in dem Film „Die Matrix“ von 1999 berühmt gemacht – jeder erinnert sich an die ikonischen Looks von Carrie-Ann-Moss und Keanu Reeves aus dem ebenso ikonischen Film. Zurück ins Leben wurde der Trend vor allem durch Demna Gvasalia in seiner Herbst / Winter 2017 Kollektion für Balenciaga – Fashion Icons wie Rihanna haben die Sonnenbrillen-Form sofort ins Herz geschlossen.

Oval

Ob an Bella Hadid oder Selena Gomez – jeder hat die ovale Ausführung der Mikro-Sonnenbrille in der Modepresse oder auf Instagram gesehen. Sie erinnert an einfachere Zeiten, als Gwyneth Paltrow und Brad Pitt diesen Style im Partnerlook ausführten oder die Olsen Twins um die Jahrtausendwende ovale Sonnenbrillen in kleinster Ausführung in ihren Filmen präsentierten. Vor allem der Brillen-Gigant Ray Ban bietet momentan eine Menge unterschiedlicher Modelle in ovaler Form an – wer besonders „high fashion“ sein möchte, greift zu hellen, bunten Gläsern.

Kurt Cobain

Promi-Fotograf Jesse Frohman schoss 1993 das berühmt-berüchtigte Foto von Kurt Cobain – sein Look, eine Leoparden-Print Jacke, Trapper Hut und die winzig kleine Sonnenbrille mit dickem, weißen Rahmen, verkörpern noch heute den einzigartigen Stil des verstorbenen Rockstars. Neues Leben wurde den Kurt Cobain Glasses von Saint Laurent in der Frühjahr / Sommer 2016 Kollektion verliehen – generell bot diese Kollektion Hommage an Nirvana, indem sie viele Stilelemente aufgriff – Plaid Shirts und Cardigans inklusive. Männliche und weibliche Modeikonen schlossen sich dem Trend an – darunter Pharrell Williams, Harry Styles, sowie Rihanna und die Modebloggerin Chiara Ferragni.

Cat Eye

Der Trend der Cat Eye Sonnenbrille ist Adam Selmans Kollaboration mit der Sonnenbrillenmarke Le Specs zu verdanken. Mit altem Hollywood-Glamour, neu interpretiert spielen diese Sonnenbrillen mit Nostalgie und futuristischen Akzenten und alle – von Gigi Hadid bis hin zu Modeneulingen kämpfen um ein Paar des Instagram-Lieblings.

Welche Art der Mikro-Sonnenbrille passt besser für welche Gesichtsform?

Zugegeben, ein derart extravaganter Trend mitten im Gesicht ist nicht etwas für jeden. Dennoch kann man – wenn man seine Gesichtsform kennt – ein passendes Mikro-Sonnenbrillen Modell finden. Hast du eher ein längliches, schmales Gesicht? Dann greife zu den Matrix-Style-Sonnenbrillen oder runden Modellen. Eckige Styles oder der beliebte Cat Eye Look stehen eher Leuten mit ründlicheren Gesichtern.

Wie trägt man Mikro-Sonnenbrillen im Alltag?

Die Sonnenbrille ist zwar klein, aber oho – so sollte man sich als Träger bewusst sein, dass es sich um ein richtiges Statement handelt, egal zu welcher Form man letztendlich greift. So sollte man auch keine Angst davor haben, zu farbigen Modellen zu greifen. Gerade Cat Eye Glasses sind mit rotem oder weißem Rahmen diesen Sommer heiß begehrt. Sie wirken besonders cool, wenn du sie mit einem lockeren Wickelkleid à la Réalisation Par und Sandalen stylst. Matrix-Sonnenbrillen wirken dagegen eher unisex und kommen mit coolen Lederjacken oder minimalistisch-geometrischen Looks – man denke an ausgefallene Hemden von Marques Almeida oder Off White – kombiniert werden.

Was sind absolute No-Go’s?

Das wichtigste, um einen ausgefallenen Look wirklich gut zu tragen, ist die Attitude. Sie bestimmt letzen Endes, wie dein Outfit ankommt. Zwing dich daher auf keinen Fall in eine Mikro-Sonnenbrille, nur weil sie angesagt ist. Denn wenn du dich unwohl fühlst, oder die Brille einfach nicht deinem persönlichen Stil entspricht, wirkt das sofort unauthentisch und selbst das coolste Modell des angesagtesten Labels wirkt einfach fehl am Platz.

Und zum Schluss: Wird sich der Trend halten?

Vor einigen Monaten tweetete die Schauspielerin Mindy Kaling: „I think we will regret this tiny sunglasses look.“ Dieser schlug ein wie eine Bombe – andere Celebrities stimmten zu und der Tweet ging innerhalb kürzester Zeit viral. Doch wie kam es überhaupt zu diesem absurden Trend? Gegen 2016 waren Sonnenbrillen oft so groß, dass sie das gesamte Gesicht bedeckten und wenn in der Mode langsam ein Extrem erreicht wird, schwingt es oft plötzlich zum anderen Extrem um. Deshalb fühlen sich der Mikro-Sonnenbrillen-Trend so frisch an – die meisten Vertreter davon sind bisher Prominente und Influencer, bei den Massen ist die kleine Sonnenbrille noch nicht angekommen bzw. ist gerade dabei sich zu etablieren. Erst wenn ein Trend „gesättigt“ wurde, suchen sich Designer etwas Neues und Aufregendes. Somit kann auch davon ausgegangen werden, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis die Modewelt auch von den Mikro-Sonnenbrillen genug hat und eine neue Richtung einschlägt.

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