Loafers - die perfekten Allrounder für Ihn!

Photo via https://theidleman.com/

Was macht einen Loafer aus?

Ein Schuh darf als Loafer bezeichnet werden, wenn er die folgenden sechs Charakteristika besitzt:

  • Keine Schnürsenkel: Ein Loafer ist dafür gemacht, um einfach und ohne Mühe reinschlüpfen zu können, weshalb Schnürsenkel überflüssig sind.
  • Tiefer Schnitt: Dies bedeutet im Prinzip nichts anderes, als dass der Knöchel nicht vom Schuh bedeckt wird und der Schnitt um den Knöchel rum nicht zu eng ist.
  • Separate Sohle: Die Sohle sollte bei einem Loafer immer einzeln erkennbar sein.
  • Niedriger Absatz: Zwar gibt es auch Ausnahmen zu dieser Regel, aber meistens beträgt der Absatz eines Loafers höchsten 1-2 cm.
  • Die Vorder- bzw. Oberseite des Schuhs ist Mokassin-ähnlich aufgebaut.
  • Optional: Ein Lederbesatz an der Vorder- bzw. Oberseite des Schuhs, der als „Sattel“ bezeichnet wird.

Loafer oder Mokassin – worin liegt der Unterschied?

Während viele Charakteristika sowohl für den Loafer als auch den Mokassin gelten, gibt es einige Merkmale, die die beiden beliebten Schuhmodelle voneinander unterscheiden. Alle Loafer haben eine separate Sohle, während das bei der Mehrheit der Mokassins nicht der Fall ist. Loafer haben einen Absatz – dieser fehlt bei Mokassins. Anders als der Mokassin besitzt der Loafer keinerlei Verzierungen oder Ornamente auf der Oberseite des Schuhs.
Der Loafer und der Mokassin haben geografisch unterschiedliche „Geburtsorte“ – während der Mokassin vor allem bei den Ureinwohnern Amerikas getragen wurde, kommt der Loafer aus den nördlicheren Ecken Europas.

Die Geschichte des Loafers

Es gibt mehrere Theorien, woher der Loafer letztendlich stammt – eine Theorie besagt, dass ein Norweger den Mokassin und den typischen norwegischen Schuh gekreuzt hat und somit ein Hybrid – den Loafer – geschaffen hat, eine andere Theorie legt den Ursprung des Loafers zur Royalität Großbritanniens, wo er als neue Art von Hausschuh kreiert wurde.

Die beliebtesten Modelle für Ihn

Der Wildsmith Loafer

Rebecca und Matthew Wildsmith gründeten in Großbritannien im Jahr 1847 eine Schuhfabrik – Wildsmith Shoes. Sie begannen damit, Schuhe für die Household Cavalry – einen Teil der Bodyguards der Monarchen – zu reparieren. Als ihr Enkel Raymond Lewis Wildsmith im Jahr 1926 von König George VI dazu beauftragt wurde, einen Schuh zu kreieren, den er im Haus tragen kann, wurde die Idee für den Loafer geboren. Das Design zeichnete sich dadurch aus, dass es einen kleinen Absatz und keine Schnürsenkel hatte und somit bequem zum An- und wieder Ausziehen war. Schnell gewann dieser Loafer an Beliebtheit und wurde vom Hause Wildsmith Shoes in die Ready-to-Wear Kollektion aufgenommen. Heute ist diese Art von Schuh als Wildsmith Loafer bekannt und wird oft nicht nur als Hausschuh, sondern auch als Casual Schuh für Outdoor genutzt.

Der Aurland Loafer

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Loafer von Nils Gregori in Aurland, Norwegen, vorgestellt. Gregori verbrachte seine Jugend in Nordamerika, wo er die Schuhmacherei erlernte und den Schuh der Ureinwohner Amerikas – den Mokassin – kennenlernte. So entstand im Jahr 1930 der Hybridschuh, der „Aurland Mokassin“, welcher durch die Einflüsse des Mokassins aus Nordamerika und der damaligen Schuhe der Fischer in Aurland entstand. Als das Design erst in Europa und später auch in den USA immer mehr an Popularität gewann, fing die Familie Gregori an, Schuhe zu produzieren, die sich an dem Aurland Mokassin orientierten und bezeichneten sie als „Loafer“ – dem gängigen Namen für Slip-on Schuhe in Amerika.

Der Penny Loafer

Die Firma G.H.Bass stellte ihre Version vom Loafer im Jahr 1936 vor – das Design wurde hier vor allem durch den Lederstreifen auf der Oberseite des Schuhs und einen kleinen, diamantförmigen Ausschnitt ausgemacht und trug den Namen „Weejuns“. Diese erfreuten sich besonders in den USA an Beliebtheit und erlebten den größten Boom bei jungen Studenten aus der Oberschicht in den 1950er Jahren, die den Preppy Look revolutionierten. Diese sind auch für den Begriff „Penny Loafer“ verantwortlich – als Fashion Statement steckten besonders Modebegeisterte einen Penny in den diamantförmigen Schlitz des Schuhs.

Der Gucci Loafer

Während der Loafer als Ausgehschuh in den USA immer mehr an Beliebtheit gewann, wurde er in Europa als „zu casual für die Straßen“ abgestempelt. Dies veränderte sich schlagartig, als Gucci seine eigene Version des Loafers im Jahr 1968 präsentierte. Dieses Design machte sich vor allem durch das metallische Horsebit-Detail an der Oberseite des Schuhs aus. Diese Vision kam Gucci, als er sein New Yorker Office im Jahr 1953 eröffnete und die Popularität des Loafers in den USA bemerkte – er gab dem Schuh einen geraderen Schnitt und entwarf sie in Schwarz (vorher waren Loafer hauptsächlich Braun, um mehr casual zu wirken) – dies gab dem Loafer die nötige Formalität, um die Europäer davon zu überzeugen, sie mit Anzügen zu tragen. Schnell hatte der Gucci Loafer prominente Anhänger wie John F. Kennedy und Gianni Agnelli, was dazu führte, dass über 84.000 Paar allein in den USA verkauft wurden. Der Loafer etablierte das Label Gucci auch in der Modewelt – vorher war die italienische Marke größtenteils für Pferdesattel und Luxuskoffer bekannt. Seit 1985 ist der Gucci Loafer fester Teil der Ausstellung in dem Metropolitan Museum of Art in New York und erlebte erst vor wenigen Jahren durch den neuen Creative Director Alessandro Michele ein enormes Revival in der Modebranche.

Der Belgische Loafer

Kreiert in den 1950ern von Henri Bendel, dessen Familie Dior, Chanel und Balenciaga in die USA brachte, ist der belgische Loafer mit einer kleinen Schleife versehen. Dieser kommt meist in sehr unüblichen Farben und Materialien und zeichnet sich durch seine sehr weiche Sohle aus.
Durch den hohen Wiedererkennungswert der Schleife war der belgische Loafer ein sofortiger Hit und ist auch heute noch oft ausverkauft.

Wie stylt man einen Loafer?

Der Loafer bildet eine Brücke zwischen einem Freizeit- und einem Ausgehschuh, was ihn zu einem perfekten Allrounder für alle Lebenslagen macht. Dabei ist aber zu beachten, dass die unterschiedlichen Arten von Loafer unterschiedlich casual sind – während ein Gucci Loafer zwar zu einem Anzug getragen werden kann, ist es ein modisches Faux Pas, ihn mit einem Frack bzw. zu White Tie Events zu tragen. Penny Loafers sind z.B. noch ein wenig weniger formell als Gucci Loafers und können im Alltag oder zu einem Business Casual Dresscode getragen werden. Generell ist aber mit Loafern ein eher klassischer Look garantiert – falls du also ein absolut sportlicher Modetyp bist, solltest du darauf verzichten, deine Loafer in den Alltag einzubauen.

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