10 Fragen die man sich selbst stellen sollte, bevor man sich ein teures Designer Piece kauft

Man kennt das Szenario nur zu gut – ein neuer Trend, ein neues It Piece, eine neue Must Have Bag… Gerade im heutigen Zeitalter der Massenmedien wird man von allen Seiten mit Werbung über Instagram, Facebook, Pinterest und Co. attakiert und jede Marke versucht einen zu überzeugen, dass genau ihr Produkt einen glücklich machen wird.

So ist eine Investition – ob eine neue Designertasche oder ein paar Must Have Schuhe – eine besonders gute Überlegung wert. Diese zehn Fragen solltest du dir unbedingt stellen, bevor du wieder eine Fashion-Investition tätigst:

Frage 1: Habe ich schon etwas Ähnliches?

Wenn man sich das Teil anschaut und es mit der bestehenden Garderobe vergleicht und sieht, dass man schon 8 weiße Hemden oder 10 kleine, schwarze Umhängetaschen hat, werden zwei Sachen klar: Erstens, man hat auf jeden Fall klare Vorlieben und ist somit der Findung eines persönlichen Stils deutlich näher und zweitens, wozu noch eins? Vielleicht lohnt es sich doch mehr, seinen Modehorizont ein wenig zu erweitern und zu suchen, ob es nicht doch noch Kleider/Taschen/Schuhe gibt, die bestens zu einem passen, die man noch gar nicht oder nur minimal in Betracht gezogen hat.

Frage 2: Werde ich durch den Kauf künftig Probleme haben?

So schön das Gefühl sein kann, die neue, lang ersehnte Chanel Tasche auszupacken, so wichtig ist es auch sich zu überlegen, ob man dadurch sich in eher unglückliche Situationen begibt. Gerade Käufe mit Kreditkarten sind gefährlich – schließlich sollte man am Ende des Monats (und auch die Folgemonate!!) genug Geld für Miete und Co. haben. Auch wenn genug da ist und „nur“ die geplanten Sparsummen gekürzt werden müssen, ist es auf lange Sicht smarter, ein bisschen länger zu warten, bis man sich guten Gewissens was gönnen kann.

Frage 3: Habe ich eine Shopping Sucht?

Online Shopping macht es einfach – man bestellt ein Paket nach dem anderen, Retouren sind meistens umsonst und es ist super bequem. Leider verliert man da oft die Übersicht und neigt dann dazu, noch viel mehr zu shoppen, als man es sonst tun würde. Gerade mit Fast Fashion Marken gibt man ja auch vermeintlich kleine Beträge aus – die sich summieren. Geht die „Shopping Sucht“ dann auch auf teure Designerstücke um, kann das böse enden. Also sich einfach die Frage stellen – wenn ich mir jetzt die 2000 Euro Gucci Tasche kaufe, schaffe ich es dann die nächsten Monate, ja vielleicht sogar Jahre, keine Designertasche mehr zu kaufen?

Frage 4: Würde ich das Teil auch ohne das Label gut finden?

Wir wissen es alle – nur weil etwas „Designer“ ist, heißt es nicht, dass es gut aussieht oder gar zu einem selbst passt. Klar, es hat Prestige und eine Céline über der Schulter ist einfach was anderes als eine Tasche von Zara und vom Qualitätsfaktor ganz abgesehen – überlege dir, ob du das Design wirklich so gut findest.

Frage 5: Handelt es sich um einen Impulskauf?

Flash Sales, Online Promotionen und Deals drängen einen dazu, möglichst schnell zu kaufen. Klar, in einem der selteneren Fälle, siehst du genau da DEN Deal für das paar Givenchy Stiefeletten, von denen du schon so lange geträumt hast. Für jemanden, der aber aufgewacht ist, ohne zu wissen, dass er eine Alexander Wang Jacke für 500$ braucht, nur weil sie 30% runtergesetzt ist, kann das aber ziemlich gefährlich werden.

Frage 6: Würde ich das Teil auch noch in einigen Jahren tragen? Bzw. Ist das Teil nur ein One-Season-Wonder?

Die Liste ist ewig lang – Teile, die wir genau eine Saison alle haben wollten, die jetzt mittlerweile keiner mehr trägt. Sei es der Alexander Wang Parental Advisory Pullover für 1000$ oder das Givenchy Rottweiler T-Shirt für 300$ – mittlerweile trägt es keiner mehr, der Wiederverkaufswert ist relativ gering und hunderte von Dollarn wurden in den Sand gesetzt.

Frage 7: Werde ich das Teil oft tragen?

Kleidungsstücke zu kaufen, die extrem viel Geld kosten, aber sehr selten getragen werden sind manchmal okay – das beste Beispiel dafür ist das Hochzeitskleid, das man in der Regel nur ein Mal anhat. Ansonsten macht es Sinn, einen „Cost per wear“ zu kalkulieren, vor allem wenn es mal ein Piece ist, was den eigenen Lifestyle nicht hundert prozentig repräsentiert. Jemand mit einem konservativen Style, der nie hohe Schuhe trägt, sollte sich also vielleicht nicht unbedingt die knallpinken Valentino Rockstud Pumps kaufen, nur weil sie hübsch sind.

Frage 8: Kaufe ich das Teil weil es Blogger XY hatte?

So cool die neueste It-Bag an Chiara Ferragni und Co. auch aussehen mag, gehe einen Schritt zurück und überlege dir noch einmal, ob sie auch wirklich gut zu dir passt. Berühmte Blogger wie sie kriegen gerade die neuesten Must Haves oft geschenkt, während „gewöhnliche“ Kunden tief in die Tasche greifen müssen. Dann soll es sich zumindest lohnen und den persönlichen Stil entsprechen.

Frage 9: Würde Instagram nicht existieren, würde ich das Teil dann immer noch wollen?

Auch wenn es vielleicht etwas mies scheint, davon auszugehen, dass jemand etwas nur deshalb kaufen würde, damit andere Leute wissen, das man es hat, ist es gerade mit Instagram als Inspirationsquelle für den ein oder anderen schwer, nicht die neueste Designer-Errungenschaft neben schön hergerichteten Pfingstrosen, einer Flasche Coco Mademoiselle und einem offenen Lippenstift zu präsentieren. Also überleg dir – willst du die neue Céline Tasche weil du sie wirklich willst, oder weil du willst, das andere wissen, dass du sie hast?

Frage 10: Kann ich das Teil auch günstiger kriegen?

Klar, es ist ein schönes Gefühl in die schicke Chloé Boutique zu gehen, sich die Tasche schick einpacken zu lassen und den Laden mit einer Designertüte zu verlassen. Aber meistens ist dieser Luxus nicht hunderte von Euros wert, wenn man die Chloé Faye der Begierde im neuwertigen Zustand schon für 1000 Euro Second Hand kaufen kann, statt in der Boutique 1500 Euro dafür hinzublättern. Also unbedingt immer nach Discounts Ausschau halten, einen Second Hand Kauf in Betracht ziehen oder den nächsten Season Sale abwarten.

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