Tana-Maria von The Random Noise: "Der Pariser Stil flüstert."

Tana-Maria über über den Pariser Stil und ihre Lieblings-Vintage-Modelle

Auch wenn die 28-jährige Bloggerin und Unternehmensberaterin Tana-Maria Schächtele momentan in München wohnt – ihre Seelenheimat ist Paris. Hier sammelt sie die meiste Inspiration und begann für das Online-Magazin The Random Noise zu schreiben. Seit 2010 unterstützt sie dort das Team und berichtet über Trends, Designer, Labels und individuelle Styles. Auch Berichte zu Beauty-, Reise- und Lifestylethemen haben ihren Platz auf dem Magazin. Denn für Tana-Maria Schächtele ist das Leben eine einzigartige Entdeckungsreise – von Orten, Erkenntnissen und Erfahrungen. Daher haben wir uns ganz besonders gefreut ihr ein paar Fragen zu ihrem Job, Modegeschmack und natürlich ihrer Lieblingsstadt Paris zu stellen.

Liebe Tana-Maria, du hast lange in Paris gelebt. Wo findet man in Deiner Stadt die besten Second Hand Schätze?

Was Vintage-Mode angeht, ist Paris eine Goldgrube. Ich habe zwei Favoriten: La Petite Fripe und Pretty Box Vintage. In Paris gibt es seit Neuestem auch eine tolle Online-Community namens L‘Hablibiothèque, über die man sich gegenseitig Sachen aus dem eigenen Kleiderschrank leihen kann. Ich bin gespannt, wie das funktioniert!

Was bedeutet Vintage für Dich? Was schätzt Du daran?

Vintage bedeutet auch immer Schatzsuche. Es braucht ein bisschen Zeit, bis man ein Teil findet, in das man sich verliebt und das auch zur persönlichen Garderobe passt. Vintage bedeutet für mich auch immer etwas Symbolisches: Vorangehende modische Epochen ehren und in die Zukunft einbinden.

Von welchem (Vintage-) Klassiker träumst Du?

Einer Chanel Boy Hardbox in schwarz-weiß.

Wo verbringst Du deine freien Tage?

Meine Wochenenden in Paris beginne ich meist mit einer Joggingrunde auf der Coulée Verte gefolgt von einem Einkauf auf dem Marché d’Aligre. Zum Lunch gehe ich sehr gerne in die Kantine des Concept Stores “Merci”. Ich schwöre auf den Linsensalat dort – dazu gibt es ein wunderbar frisches Baguette. Danach spaziere ich entweder mit Freundinnen durch die Shops oder wir schauen einen Film im Nachmittagskino. Am Abend folgt dann ein Apéro an der Seine oder eine Dinnerparty zu Hause. Das Schöne an Paris ist, dass sich hier vieles spontan ergibt.

Was darf in keinem Kleiderschrank fehlen?

Ein Day-to-Evening-Kleid, mit dem man von einem Anlass schnell zum Nächsten springen kann und trotzdem immer passend gekleidet ist.

Beschreibe kurz den Pariser Stil.

Femininer als Berlin, zurückhaltender als London, und weniger polished als Mailand. Der Pariser Stil flüstert.

Dein Modestil in drei Worten.

100 Prozent spontan.

Welche fünf Dinge hast Du auf Reisen immer in Deiner Tasche dabei?

Yogamatte und Touche Eclat für den Morgen, einen Badeanzug, ein Buch und eine Clutch für den Abend.

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Wann bezeichnest Du einen Tag als gelungen?

Wenn ich entweder sehr produktiv war oder die Zeit mit Menschen verbracht habe, die mir am Herzen liegen. Bei ganz viel Glück passiert sogar beides.

Wie gestaltet sich Dein Arbeitstag?

Beim Bloggen gibt es keinen wirklichen Arbeitsalltag – außer zur Fashion Week. Da wird der Tag strukturiert durch Schauen, dann Artikel schreiben, abends meist Store-Openings und Afterpartys. Eine intensive Zeit, in der aber viele neue Ideen entstehen. Es ist also nicht nur für die Labels wie ein Neubeginn.

Du bist viel unterwegs, besuchst die verschiedenen Fashion Weeks. Was ist das Besondere an dieser Zeit?

Die ‚Zeit‘ um die Fashion Weeks herum ist etwas ganz Besonderes – wie ein Fest, in der die Branche sich bzw. seine Protagonisten feiert. Für die Labels fühlt sich jede Fashion Week an wie eine Neugeburt. Für Journalisten, Einkäufer und Fotografen ist es eine schöne und anstrengende Zeit, in der man von Adrenalin lebt und Energie und Ideen für die kommenden Monate mitnimmt. Besonders die Pariser Modewoche ist von internationaler Kreativität geprägt. Was hier gezeigt wird ist so richtungsweisend, dass man es zum Teil Saisons später auf einer anderen Fashion Week wiederfindet.

Deine letzte große Modeinvestition?

YSL-Vintage-Pumps aus schwarzem Veloursleder.

Wie hat sich das Ansehen der Online-Journalisten Deiner Meinung nach in den letzten Jahren verändert und was hat zu dieser Veränderung beigetragen?

Das Ansehen des Online-Journalismus hat sich generell verbessert. Innerhalb der Fashionszene liegt das zum einen an der ernstzunehmenden Reichweite, die z.B. Blogs erreicht haben, sowie an der Erweiterung des Online-Contents traditioneller Magazine. ‚Die Etablierten‘ gehen mittlerweile einfach anders mit Online-Journalisten um. Die Akzeptanz von Bloggern zeigt sich durch Inklusion auf Fashion Shows oder die Co-Produktion von Content auf Brand Websites.

Der nächste Ort, an den Du reisen möchtest?

Tokio ist weit oben auf meiner Liste. Der nächste Ort wird es wahrscheinlich nicht, aber die nächste, groß geplante Reise. Die japanische Liebe zum Detail fasziniert mich. Ich möchte dort unbedingt durch die Straßen ziehen, um ungewöhnliche Läden und Labels zu entdecken. Und ich liebe die japanische Küche.

Eine Sache über Dich, die wir noch nicht wussten?

Statt Kaffee trinke ich Sencha [grüner Tee aus Japan] – und bin bei der Auswahl ähnlich pingelig wie die informierten Kaffeetrinker.

Kaschmir oder Seide?

Seide

Frühling oder Sommer?

Sommer. Wegen der längeren Tage.

Print oder Unifarben?

Uni

Rosen oder Tulpen?

Tulpen

Chanel 2.55 oder Hermés Birkin Bag?

Chanel 2.55 Vintage und Hermès Birkin personalisiert hergestellt.

Vielen lieben Dank an Tara-Maria für das interessante Gespräch – schaut gleich hier bei The Random Noise vorbei!

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