Unsere 3 Lieblings-Modefotografen of all time

“Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.” – wohl nie war dieser Satz zeitgemäßer als heutzutage. Täglich scrollen wir durch Instagram, lesen Blogs, Modezeitschriften und lassen uns auf Pinterest von wunderschönen in Szene gesetzten Bildern inspirieren. Mode ist Kunst und lebt von ihrer Darstellung. Hinter allem was leicht aussieht, steckt jedoch viel und harte Arbeit. Lange ist die Reihe der Modefotografen da draußen – unsere drei Lieblinge stellen wir dir im heutigen Artikel vor.

Peter Lindbergh: “Fashion photographers are the new painters.”

Peter Lindbergh war es, der 1988 das Cover für Anna Wintours erster und legendärer Ausgabe der US-Vogue fotografierte. Außerdem vereinte er die Supermodels Naomi Campbell, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Christy Turlington zum ersten Mal auf einem Foto.

Er wurde am 23. November 1944 in Lissa, im heutigen Polen, geboren und arbeitet nach seinem Schulabschluss zunächst als Schaufensterdekorateur. Später zieht er nach Berlin und besucht Kurse an der “Akademie der Künste”. Doch er ist ein Suchender und reist insgesamt zwei Jahre auf den Spuren seines Idols Vincent van Gogh um die Welt. Seinen Durchbruch feiert Peter Lindbergh 1978 mit einem Mode-Feature in der Zeitschrift “Stern”. Noch im selben Jahr zieht er nach Paris und beginnt bei der Vogue – zuerst für die italienische, dann für die englische, französische, deutsche und schließlich auch die amerikanische Ausgabe. Er portraitiert zahlreiche Prominente, wie Mick Jagger, Nastassia Kinski, Tina Turner, John Travolta und Madonna, arbeitet für die amerikanische “Harper’s Bazaar” und fotografiert Kampagnen für Giorgio Armani, Jil Sander, Prada, Donna Karan und Calvin Klein.

Peter Lindbergh fotografiert vorwiegend in Schwarz-Weiß und lässt sich dabei, wie er sagt, vom frühen deutschen Kino und der 20er inspirieren. Seine Bilder berühren, gehen unter die Haut und lassen die Seele hinter dem Menschen durchscheinen. Er schafft es die Menschen auf seinen Bildern sehr nah und zugänglich wirken zu lassen. Lindbergh besonderes Interesse ist es, die natürliche Schönheit seiner Models fotografisch einzufangen.

David LaChapelle: “I believe in a visual language that should be as strong as the written word.”

Der amerikanische Fotograf David LaChapelle ist vor allem für seine opulent inszenierten Settings bekannt. In seinen Fotos erschafft er bunte Traumwelten und stellt laut eigener Aussage seinen “eskapistischen Fantasien” dar. LaChapelle fotografiert nicht, er erschafft – in seinem typischen grellen, surrealistischen und oft auch erotischen Stil. Als die Welt Pamela Anderson eigentlich nicht mehr sehen wollte, erfand LaChapelle sie fotografisch neu. Den Rapper Kanye West stellt er als schwarzen Jesus in einer Bildkomposition, welche an die Renaissance erinnert, dar.

David LaChapelle wird am 11.März 1963 in Fairfield, im US-Bundesstaat Connecticut geboren und kommt mit 15 nach New York. Er findet einen Job im Studio 54, lebt in einem kleinen Zimmer und träumt von der schillernden Glanzwelt, die ihn so fasziniert. Mit einer Mappe von Fotos von seiner nackten Highschool-Freunde erregt Lachapelle die Aufmerksamkeit von Andy Warhol – der Startschuss für seine Karriere. Schnell steigt er zu einem international angesehenen Fotografen auf. Insbesondere seine Fotografien von Prominenten wie Tupac Shakur, Madonna, Eminem, Lil’ Kim, Britney Spears, Lance Armstrong, Muhammad Ali, Pamela Anderson, Uma Thurman oder Angelina Jolie sorgen für Furore. Sogar die Politikerin Hillary Clinton posiert für ihn.

David LaChapelle kreiert surreale Bildwelten in grellen und bunten Farben. Die Menschen darin wirken wie Objekte in seinem ganz eigenen Weltbild. Seine Models werden oft auch als “Gefangene seiner fotografischen Bildhauerei” bezeichnet. Manchmal dauerte die Vorbereitung für ein Shooting einen halben Monat. Er folgt keiner fotografischen Schule und wenn überhaupt, ist in seinen Bildern nur eins erkennbar: das alles geht. Für die italienische Vogue zum Beispiel inszeniert er eine Kulisse aus sturmzerstörten Häusern als Hinweis auf den Klimawandel.

Seine Bilder erscheinen in Mode- und Lifestyle-Magazinen wie “Vanity Fair”, “The Face”, “i-D”, dem “New York Times Magazine”, “Vogue” oder dem “Rolling Stone”.

Annie Leibovitz

“When I say I want to photograph someone, what it really means is that I’d like to know them. Anyone I know I photograph.”
- Annie Leibovitz

Niemand Geringeres als Queen Elizabeth II hatte die berühmte amerikanische Fotografin bereits vor der Kamera. Annie Leibovitz fotografiert seit über 25 Jahren für die „Vanity Fair“ und hat gefühlt jeden Star fotografiert. Auch das viel diskutierte Michelle Obama-Cover für die US-VOGUE wurde von ihr in Szene gesetzt. Aufsehen erregte vor allem ihr Foto von der sehr schwangeren (und sehr nackten) Hollywoodschauspielerin Demi Moore, mit der sie befreundet ist.

Die Fotografin wird am 2. Oktober 1949 in Waterbury, Connecticut, geboren. Sie studiert am San Francisco Art Institute und arbeitet als Photojournalistin für das Magazin Rolling Stone, wo sie im Jahr 1973 zur Chefphotographin ernannt wird. Zehn Jahre später wechselt sie zum Magazin Vanity Fair, danach zur Vogue und produziert nebenbei unzählige Fotoserien bedeutender Persönlichkeiten darunter Schauspieler, Regisseure, Schriftsteller, Musiker, Athleten, Politiker und Unternehmer.

Neben der Modefotografie ist Annie Leibovitz insbesondere für ihre außergewöhnlichen Portraits bekannt. Sie besitzt das Talent, das Besondere der Menschen im richtigen Moment mit der Kamera festzuhalten und stellt somit eine ganz intime Beziehung zu ihren Objekten her. Genau das macht das Besondere der Bilder von Annie Leibovitz aus, welche oft an Renaissancemalereien erinnern und somit einzigartige Kunstwerke sind.

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